Regionalfernsehen lehnen Halbierungsinitiative ab

Der Verband der Schweizer Regionalfernsehen TELESUISSE sagt Nein zur Halbierungs initiative. Eine Annahme der Initiative würde den medialen Service Public in der Schweiz deutlich schwächen in einer Zeit, in der zuverlässige Informationen für Gesellschaft und Demokratie immer wichtiger werden. Unabhängig von der Initiative fordert TELESUISSE aber eine Überprüfung des Leistungsauftrages der SRG und gleich lange Spiesse für die privaten Sender.

Die 13 im Verband TELESUISSE zusammengeschlossenen konzessionierten Regionalfernsehsender der Schweiz wären zwar von einer Kürzung ihrer Anteile an der Radio- und Fernsehabgabe ausgenommen, wenn das Stimmvolk am 8. März die Halbierungsinitiative annimmt. Dennoch lehnen die Regionalsender die Initiative ab. «Wir leben in einer Zeit, in der professionelle Medien für unser Land überlebenswichtig sind», sagt TELESUISSE-Präsident André Moesch. «Und eine Annahme der Halbierungsinitative würde nicht nur die SRG, sondern den ganzen Medienplatz Schweiz empfindlich schwächen.»

TELESUISSE sieht unabhängig vom Abstimmungsergebnis aber auch positive Effekte der Initiative: Dank ihr sei eine dringend notwendige Diskussion um die Rolle und den Auftrag der SRG in Gang gekommen. «Das Modell SRG ist in einer Zeit entstanden, in der es noch nicht einmal private Sender gab. Heute haben wir eine Vielfalt an regionalen und sprachregionalen Anbietern, aber die Dominanz der SRG macht es ihnen schwer, ihren Auftrag zu erfüllen und im Markt zu bestehen», so André Moesch. Für die Zukunft brauche es deshalb eine klarere Aufteilung der Aufgaben und Ressourcen zwischen SRG und Privaten, damit der Service Public auch bei rückläufigen Werberträgen weiterhin erbracht werden kann und die Medienvielfalt erhalten bleibt.