TELESUISSE-Sender zeigen «News von hier»

Der Verband lanciert eine nationale Image-Kampagne für seine 14 Regionalsender

Regionalfernsehen lehnen Halbierungsinitiative ab

Der Verband der Schweizer Regionalfernsehen TELESUISSE sagt Nein zur Halbierungs initiative. Eine Annahme der Initiative würde den medialen Service Public in der Schweiz deutlich schwächen in einer Zeit, in der zuverlässige Informationen für Gesellschaft und Demokratie immer wichtiger werden. Unabhängig von der Initiative fordert TELESUISSE aber eine Überprüfung des Leistungsauftrages der SRG und gleich lange Spiesse für die privaten Sender.

Die 13 im Verband TELESUISSE zusammengeschlossenen konzessionierten Regionalfernsehsender der Schweiz wären zwar von einer Kürzung ihrer Anteile an der Radio- und Fernsehabgabe ausgenommen, wenn das Stimmvolk am 8. März die Halbierungsinitiative annimmt. Dennoch lehnen die Regionalsender die Initiative ab. «Wir leben in einer Zeit, in der professionelle Medien für unser Land überlebenswichtig sind», sagt TELESUISSE-Präsident André Moesch. «Und eine Annahme der Halbierungsinitative würde nicht nur die SRG, sondern den ganzen Medienplatz Schweiz empfindlich schwächen.»

TELESUISSE sieht unabhängig vom Abstimmungsergebnis aber auch positive Effekte der Initiative: Dank ihr sei eine dringend notwendige Diskussion um die Rolle und den Auftrag der SRG in Gang gekommen. «Das Modell SRG ist in einer Zeit entstanden, in der es noch nicht einmal private Sender gab. Heute haben wir eine Vielfalt an regionalen und sprachregionalen Anbietern, aber die Dominanz der SRG macht es ihnen schwer, ihren Auftrag zu erfüllen und im Markt zu bestehen», so André Moesch. Für die Zukunft brauche es deshalb eine klarere Aufteilung der Aufgaben und Ressourcen zwischen SRG und Privaten, damit der Service Public auch bei rückläufigen Werberträgen weiterhin erbracht werden kann und die Medienvielfalt erhalten bleibt.

Die Zürcher Kreativagentur Inhalt und Form hat im Auftrag von TELESUISSE – dem Verband der Schweizer Regionalfernsehen – eine nationale Gattungskampagne lanciert. Die Kampagne steht unter dem Motto «News von hier» – und rückt die Nähe, Glaubwürdigkeit und Relevanz regionaler Berichterstattung ins Zentrum. Ziel ist es, das Image der Regionalsender sowie deren Wahrnehmung als wichtiges Element der Gesellschaft zu stärken.

Im Fokus steht die einfache, aber kraftvolle Erkenntnis: Nachrichten passieren nicht nur in Bundesbern – sondern auch direkt vor unserer Haustür.
Ob lokale Politik, Kultur, Skurriles oder Skandale – was im eigenen Umfeld geschieht, betrifft die Menschen unmittelbar. Diese Idee wird im TV-Spot mit einem klaren visuellen Konzept umgesetzt: Ein roter Pfeil mit der Headline «News von hier» markiert in verschiedenen Szenen wichtige und aussergewöhnliche Ereignisse – von Machenschaften im Gemeindehaus, der Abfallwüste nach einem Festival bis zum Rekord-Kürbis im Schrebergarten. Die Botschaft ist klar: Regionale News sind überall. Und die Regionalsender berichten schnell, informativ und modern darüber.

«Unsere Regionalsender machen mit Leib und Seele Journalismus. Mit dieser Kampagne wird dies gewürdigt und die Mission der TELESUISSE-Sender unterstrichen: Regio-TV liefert nicht nur lokale News, sondern erfüllt eine wichtige journalistische Funktion, gerade in Zeiten von Fakenews und globaler Medienkrise – nah an der Bevölkerung, glaubwürdig und relevant», sagt André Moesch, Präsident von TELESUISSE.

Die Kampagne wird kanalübergreifend ausgespielt und soll nicht nur bestehende Zuschauerinnen und Zuschauer aktivieren, sondern auch neue Zielgruppen ansprechen.

Ab dem 25. August 2025 ist die Kampagne schweizweit im TV, Radio, Print und Online zu sehen und zu hören sein.